

Talente fördern, nicht von Unis aussperren |
BDL will konkrete Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit
(BDL) „Noch immer gehören gleiche Bildungschancen für alle ins Reich der Träume. Die heute veröffentlichte Studie des Deutschen Studentenwerks zeigt einmal mehr, wie abhängig Bildungskarrieren in Deutschland von der sozialen Herkunft sind", so Gunther Hiestand, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Statt zuzunehmen, nehme die Bildungsgerechtigkeit ab. „Eine Blamage für unsere Gesellschaft, die spürbare Auswirkungen haben wird", stellt der BDL-Vorsitzende fest.
Der heute in Berlin vorgestellten Erhebung des Studentenwerks zufolge studieren 83 von 100 AkademikerInnenkindern, in hochschulfernen Familien allerdings nur 23 von 100. „Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für unseren Sozialstaat, sondern zeigt auch, wie sorglos wir noch immer dem drohenden Fachkräftemangel begegnen", sagt Gunther Hiestand.
Es sei jedoch nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern angesichts des demografischen Wandels auch unabdingbar, die sozialen Trennmechanismen des deutschen Bildungssystems auszuhebeln, heißt es im BDL. Unsere Gesellschaft könne es sich nicht leisten, Talente im Bildungssystem zu übersehen, so der BDL-Bundesvorsitzende.
Der größte Jugendverband im ländlichen Raum fordert endlich gezielte Maßnahmen. Dazu gehört:
„Wir sind davon überzeugt, dass diese Maßnahmen zur Steigerung der Studierendenzahlen in Deutschland beitragen", so Gunther Hiestand. Dadurch werde, wie im jüngst verabschiedeten BDL-Grundsatzpapier Jugendpolitik gefordert, der Zugang zu Bildung für alle und somit die Teilhabe an unserer Gesellschaft verbessert. Das Grundsatzpapier steht unter www.landjugend.de als Download bereit.