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Internationale Grüne Woche

„Wenn nicht wir, wer sonst?“

Richtungsweisende BDL-Jugendveranstaltung bei der Grünen Woche: „Bürgerschaftliches Engagement - auch das der Landjugend - ist kein beliebig abrufbares Sozialkapital. Es kann nicht einfach dort beschworen werden, wo das Geld für bezahlte Dienstleistungen fehlt“, so der BDL-Vorsitzende Gunther Hiestand am 20. Januar 2008 im Berliner ICC. Mehr als 3000 junge Menschen waren der Einladung des BDL zur Jugendveranstaltung auf der Grünen Woche gefolgt. In ihren Ansprachen gingen die BDL-Bundesvorsitzenden Anne Hartmann und Gunther Hiestand auf das öffentliche Interesse an der Jugend ein, das beim An-den-Pranger-Stellen gute Einschaltquoten und Wahlergebnisse verspricht. „Aber Jugend ist mehr, vielfältiger und anders, wie man hier und heute deutlich sehen kann“, so Hiestand.

Der gleichen Ansicht waren auch die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Brigitte Scherb, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, sowie Dr. Jörg Wendisch aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die stellvertretend für die zahlreichen Ehrengäste zum kurzen Promi-Talk auf die Bühne kamen. „Was brauchen junge Frauen in den ländlichen Räumen?“, wollten die BDL-Bundesvorsitzenden von ihren Gästen wissen. Und - vice versa - was brauchen die jungen Männer dort? „Ausbildungsplätze und Arbeit. Und natürlich Kinderbetreuung, weil junge Frauen sich längst nicht mehr nur über ihre Ehemänner identifizieren“, sagte die dlv-Präsidentin. Diese Antwort fand - gemessen mit einem Applausometer - die meiste Zustimmung des Publikums. Brigitte Scherb erhielt dafür vom BDL die Auszeichnung „Wir fürs Land - Expertin 2008“ und erneuten Applaus.

Eine Welturaufführung krönte die Jugendveranstaltung des BDL. Die Rheinische Landjugend hatte sich fast ein Jahr auf diese anderthalb Stunden vorbereitet. Der westlichste BDL-Landesverband brachte einen Western auf die Bühne, der so kurzweilig wie aktuell, so unterhaltsam wie inspirierend war. In dem Theaterstück „Die Macht des Schwarzen Goldes“ stellten die jungen LaiendarstellerInnen Umweltprobleme, dörfliches Zusammenleben, Zivilcourage und den Kampf um Macht und Geld in den Mittelpunkt.

Wenn das Gute am Ende siegt, dann nur weil die Dorfbewohner nicht alles duldeten, sondern selbst aktiv ihr Schicksal in die Hand nahmen. Den Refrain der Landjugend-Version von der Handball-WM-Hymne sang schließlich der ganze Saal mit. Mit stehenden Ovationen und nicht enden wollenden Applaus bedankte sich das Publikum aus ganz Deutschland bei der Rheinischen Landjugend. Wie der Inhalt, der noch lange nachhallt, wird auch der Refrain dieser Hymne in der Landjugend fortleben: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, sag mir wo und wann. Wenn nicht wir, wer sonst? Es wird Zeit. Komm wir nehmen das Glück in die Hand.“

Mit Bildungszertifikat nach Hause

Vor dem Jugendforum mit Mortler und Happach-Kasan gab es noch etwas Besonderes: 18  Lajus, die sich kontinuierlich entsprechend des BDL-Gesamtbildungskonzepts weitergebildet und ihre erworbenen Kompetenzen im November beim Abschlusskolloquium in Kassel bewiesen hatten, erhielten das BDL-Bildungszertifikat. „Wir freuen uns, in diesem Rahmen das hervorragende und kreative Engagement dieser Landjugendlichen mit unserem Bildungszertifikat würdigen zu können“, so die BDL-Vorsitzende-Anne Hartmann.

 
 
Fotos von der Grünen Woche 2008 gibt es hier!=>>

Zur ersten virtuellen Landjugend-Demo für die ländlichen Räume geht es hier =>>

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mehr zum Erlebnisbauernhof
gibt es bei der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) unter www.fnl-erlebnisbauernhof.de 

Den Landjugendstand auf dem
findet Ihr auch im Jahr 2009 wieder in Halle 3.2. der Messe Berlin.