Deutscher Landjugendtag
Klares Bekenntnis für ländliche Räume
Spitzengastgeber: Landjugend Oberfranken und Kulmbach
Drei Tage lang war das oberfränkische Kulmbach die Hauptstadt der Landjugend. Rund 1.600 junge Menschen trafen sich dort zum 33. Deutschen Landjugendtag. Möglich machte das Bundestreffen nicht nur die Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, sondern auch die zahlreicher Sponsoren.
Aber der Erfolg des Landjugendtages ist vor allem den 250 ehrenamtlichen HelferInnen der Landjugend Oberfranken zu verdanken. Unter dem Motto „Tatort Oberfranken - ein gewaltiges Erlebnis“ hatten sie das Großereignis mit großem Engagement ausgerichtet und Landjugendliche aus der ganzen Republik dazu eingeladen.
„Wir kommen gern wieder“, so Anne Hartmann, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), stellvertretend für die vielen Gäste, die in Kulmbach beste Bedingungen für das Bundestreffen vorgefunden hatten.
Beim Erfahrungsaustausch, dem Kennenlernen von Land und Leuten, bei den zahlreichen Exkursionen, aber auch bei der Kundgebung - der Landjugend ging es ganz klar um ihre Zukunft auf dem Lande. Denn für sie ist eins klar: Junge Menschen sollen weiterhin in ländlichen Räumen leben können und bei den Lebensbedingungen keine Abstriche machen müssen.
Dabei kann der BDL fest auf die Unterstützung aus dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend zählen. Die Leiterin der Abteilung Jugend, Karin Reiser, betonte, dass ihr Ministerium an der Seite der Landjugend stehe, wenn es um das Verbreitern der Lebens- und Bleibensperspektiven junger Menschen in ländlichen Räumen gehe. Auch sie sehe die großen Herausforderungen, die von diesen Regionen zu schultern seien: Mobilität, demografischer Wandel und Infrastruktur.
Junge Menschen und Familien finden dann Lebensperspektiven in den ländlichen Räumen, wenn sie dort Arbeit finden, so Dr. Jörg Wendisch, Abteilungsleiter im Bundeslandwirtschaftsministerium, auf die entsprechende Frage der BDL-Bundesvorsitzenden Anne Hartmann. Darauf hat der BDL auch in seinem Positionspapier zur Entwicklung der ländlichen Räume verwiesen. Dabei sei die Landwirtschaft allerdings ein entscheidender Motor. „Aussagen, die ländlichen Räume könnten ohne Landwirtschaft existieren, halte ich für dreist und populistisch. Das ist eine unverschämte Behauptung gegenüber uns JunglandwirtInnen und JungwinzerInnen“, so der BDL-Bundesvorsitzende Gunther Hiestand bei der Jugendveranstaltung.
Dort erneuerte der größte Jugendverband im ländlichen Raum seine Forderungen nach einer Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, nach Breitband für alle und einer flächendeckenden Versorgung mit Bildungseinrichtungen. Zugleich ermutigte Anne Hartmann die jungen LandwirtInnen im BDL: „Wir werden gebraucht als NahrungsmittelproduzentInnen, EnergielieferantInnen und GestalterInnen der Kulturlandschaft.“
Als Höhepunkt des Deutschen Landjugendtages hatte die Landjugend Oberfranken eine Multivisionsshow zum Thema Jugendgewalt vorbereitet. Mit Ton, Licht, Laser, Nebel und Feuer setzten sie sorgfältig gewählte Impulse, wie sich Gewalt begegnen lässt. Die 18 Landesverbände des BDL wurden zudem mit Gewaltpräventionskoffern ausgestattet, mit dem sich die Thematik vertiefen und aufgreifen lässt (mehr dazu in einer weiteren Pressemitteilung). „In Kürze, Medieneinsatz und Inhalt passt die Show genau. Ich bin mir sicher, dass der Funke im wahrsten Sinne des Wortes überspringt“, so die neue Vorsitzende des Deutschen LandFrauenverbandes, Brigitte Scherb, die diese Premiere gemeinsam mit den Jugendlichen erleben durfte.
Der 33. Deutsche Landjugendtag endete am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst, den die Pfarrer Heinz Geyer und Wolfram Schmidt hielten.
Mehr Informationen im Internet auf der Seite: www.dlt2007.de. ![]() Landjugend reist kreativ und umweltfreundlich zum BundestreffenDas ist der Sonderzug nach Kulmbach: „Der Sonderzug, der von Friedrichshafen aus nach Kulmbach fährt, ist ausgebucht. Er wird Hunderte Landjugendliche zum 33. Deutschen Landjugendtag nach Oberfranken bringen“, freut sich Johannes Scharl, der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), über den umweltfreundlichen Transport. Den hat die Landjugend Württemberg-Hohenzollern mit Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für die südlichen Landesverbände des BDL organisiert.
Mit an Bord sind nicht nur Landjugendliche auf ihrem Weg zum 33. Deutschen Landjugendtag, sondern auch ein 33-köpfiges ehrenamtliches Team, das für das fachliche Programm zuständig ist, aber auch für das leibliche Wohl und gute Laune auf der Strecke sorgt. Denn die Fahrt beginnt für viele der jungen Reisenden bereits um 8.41 Uhr in Friedrichshafen und führt dann über Ulm, Stuttgart, Heilbronn und Würzburg schließlich nach Kulmbach, wo der Sonderzug gegen 17.30 Uhr erwartet wird.
Unterwegs soll ein Film entstehen, mit agrarischen Produkten werden die Sinne der Landjugend-Fahrgemeinschaft getestet, eine Fragebogenaktion und Informationsstände sind geplant. Neben dem großen „W“ wie Wissen und Weiterbildung hat die Zugcrew aber auch die Stimmung im Blick. Sie wird mit Bauchläden unterwegs sein, deren Sortiment von A wie Anstecker bis Z wie Zahnbürste reicht. „Musik gibt es im DJ-Wagen, und die Zugtombola ist neben dem mobilen Rummelplatz für viele Überraschungen gut, so dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Die Wü-Hos haben sich echt was einfallen lassen, damit keinem die Fahrt zu lang wird“, lobt Johannes Scharl.
Insgesamt werden mit Sonderzug und Bussen mehr als 1000 engagierte Landjugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet zum 33. Deutschen Landjugendtag reisen. Unter dem Motto „Tatort Oberfranken - ein gewaltiges Erlebnis“ treffen sie sich dort, um sich für die Zukunft der ländlichen Räume stark zu machen. „Es ist unser Ziel, unser Bundestreffen, das in Kulmbach von der Landjugend Oberfranken organisiert wird, dazu zu nutzen, wegweisende Aussagen zur Jugend- und Gesellschaftspolitik für die ländlichen Räume zu machen“, so der stellvertretende BDL-Vorsitzende. Im Gespräch mit dem Orga-Team aus OberfrankenÜber 10.000 Stunden für den 33. Landjugendtag: Endspurt für den Deutschen Landjugendtag. Seit über einem Jahr arbeiten die Landjugendlichen in und um Kulmbach auf den 29. Juni hin, an dem der 33. Deutsche Landjugendtag (DLT) beginnt. Mehr als 1000 junge Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet kommen nach Kulmbach, wenn es dort bis zum 1. Juli heißt: Tatort Oberfranken - ein gewaltiges Erlebnis. Dabei wird es immer wieder um die Zukunft der ländlichen Räume gehen. Denn für sie und ihre jungen BewohnerInnen schlägt das Herz des Bundes der Deutschen Landjugend und seiner Landesverbände. Die Landjugend Oberfranken hat stellvertretend für die Bayerische Jungbauernschaft die Vor-Ort-Organisation des Großereignisses übernommen - ehrenamtlich versteht sich. Wir unterhielten uns mit Andreas Steinhäußer und Ramona Löffler vom Organisationsteam DLT 2007 über den Stand der Vorbereitungen.
Seit wann steckt Ihr in der Vorbereitung?
Andreas: Ich persönlich bin seit Ende März letzten Jahres dabei. Aber mit Ausschreibung ging es schon im vorigen Jahr, Anfang Januar los.
Wie ist der Stand der Vorbereitung? Was ist noch zutun?
Ramona: Ich würde sagen: Der DLT steht und die Gäste können kommen. Klar sind jetzt noch viele Kleinigkeiten zu erledigen wie die genaue Bestellung der Essen, der Getränke, der Aufbau…
Was sind die Highlights dieses DLT?
Ramona & Andreas: Puhh, Highlights? Das ist eine gute Frage. Für uns ist es ein Highlight, das der DLT in Oberfranken ist. Ich hoffe natürlich auch für die Gäste. Ein Höhepunkt ist mit Sicherheit unsere Multimediashow. Denn anstelle des Theaterstücks bei den anderen DLTs, gibt es bei uns eine Show mit Laser, Licht und Musik rund um das Thema Jugendgewalt im ländlichen Raum.
Ist die 33. für euch eine Glückszahl?
Ramona: Ich bin nicht abergläubisch, aber ich bin recht zuversichtlich dass es ein schöner und sonniger DLT mit vielen alten und neuen Bekannten, mit viel Erfahrungsaustausch wird. Oder wie wir gerne sagen: Ein ries’n Ding!
Wie viele Leute arbeiten ehrenamtlich an der Vorbereitung mit?
Andreas: Naja, wir haben die Direktorengruppe mit ca. zehn Leuten und dann noch die sieben Organisationsteams mit ihren Helfern.
Wie viele Stunden?
Ramona & Andreas: Uff, das ist schwierig. Alles in allem weit über 10.000 Stunden. Aber wir würden es ja nicht machen, wenn wir nicht alle so viel Spaß daran hätten.
Warum das Motto „Tatort Oberfranken - ein gewaltiges Erlebnis“?
Ramona & Andreas: Es ist so gedacht, wie es klingt: Zum einen sollen unsere Besucher ein unvergessliches Wochenende bei uns haben. Zum anderen wollen wir damit auf unser Thema „Jugendgewalt im ländlichen Raum“ bei der Multivisionsshow und dem einen oder anderen Workshop hinweisen.
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