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Lebensmittel sind mehr wert

Bauernintensivieren ihre Proteste weiter

Billigpreise bei Milch werden nicht hingenommen. Die Bauern und Bäuerinnen intensivieren ihren Protest gegen niedrige Lebensmittelpreise und den Dialog mit den Verbrauchern im Rahmen der Kampagne ''Lebensmittel sind mehr wert!''.

Bundesweit kam es zu zahlreichen Aktionen vor Supermärkten und Discountern, Milchbauern und ihre Familien, aber auch alle anderen Berufskollegen waren aufgefordert, die Öffentlichkeit über die existenz-vernichtenden Milchpreise und die auf Preisdruckausgerichtete Milchmarktpolitik der EU zu informieren. Der Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels wird eindeutig auf dem Rücken der Bauern ausgetragen. Sie zahlen über erheblich gesunkene Auszahlungspreise letztlich die Zeche für die aggressive Preispolitik des Handels.

Bei einem Milchgeld von 26 bis 27 Cent je Kilogramm fehlen den Landwirten bei ihrem wichtigsten Verkaufsprodukt mehrere Cent und sie geraten so in wirtschaftliche Bedrängnis. Plakativ brachten die Bauern bei ihren Protestaktionen die desolate Entwicklung der Milchpreise auf den Punkt: ''Bei diesen Milchpreisen werden wir in die Wüste geschickt'' hieß es auf einem Plakat, auf dem Kühe im Wüstensand zu sehen sind. ''Geiz hat seine Grenzen'' wurde mit einem Cartoon dargestellt. Diese Plakate waren, wie PKW- und LKW-Aufkleber, Bestandteil der Kampagne ''Lebensmittel sind mehr wert!''. Mit ihnen machten die Bauern bundesweit an Scheunenwänden oder Stalltoren, bei Demonstrationen und Aktionen Front gegen das existenzbedrohende Verhalten des Lebensmittelhandels.
 

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