Bildung
Bildung ist für die Landjugend ein zentrales Thema. Zum einen ist da
der politische Aspekt von Bildung. Unter dem besonderen Fokus auf
Bildungssituationen und Angebote in ländlichen Räumen setzt sich der
BDL v.a. für gleiche Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, die
dort leben, ein. Der BDL bezieht in den aktuellen bildungspolitischen
Diskussionen immer wieder Position im Interesse von Kindern und
Jugendlichen. Zum anderen ist der BDL aber auch Raum und Träger für
Bildung von Kindern und Jugendlichen.
Mit Bildung ist für den BDL nicht ausschließlich schulische oder
berufliche Aus- und Weiterbildung gemeint. Nach dem Bildungsbegriff des
BDL beschreibt der Begriff Bildung nicht nur die Anhäufung von Wissen.
Bildung bedeutet auch die kritische Auseinandersetzung mit sich, der
Umwelt und gesellschaftlichen Werten. Bildung soll die Einzelne und den
Einzelnen befähigen, sein und ihr Leben selbstbestimmt zu verantworten.
Der BDL betrachtet Bildung als ganzheitlichen Prozess, der ein Leben
lang andauert.
Diese ganzheitliche Bildung lässt sich grundsätzlich in drei Großbereiche aufteilen:
- Formale Bildung: Hierunter wird schulische und berufliche Bildung gefasst. Der BDL engagiert sich in diesem Bereich, indem er sich bildungspolitisch für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.
- Nicht formale Bildung: Hierunter wird freiwillige Bildung, wie sie z.B. in Seminaren des Verbands stattfindet, verstanden. Der BDL stärkt und fördert Bildung und Weiterbildung der Mitglieder und Verantwortlichen im Verband. Grundlage für diese innerverbandliche, nicht formale Bildung ist das Gesamtbildungskonzept.
- Informelle Bildung: Sie bezeichnet Bildungsprozesse, die quasi von selbst im Alltag ablaufen. Lernerfahrungen werden in der Gruppe oder der Familie gemacht. Der BDL macht es sich zur Aufgabe, Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche Lernerfahrungen machen, sich zu gefestigten Persönlichkeiten entwickeln können und lernen, Verantwortung für sich, andere und in der Gesellschaft zu übernehmen.
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