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Die LandwirtInnen im Verband

Der Strukturwandel im ländlichen Raum geht enorm schnell voran und macht auch vor dem BDL nicht halt. So nimmt der landwirtschaftliche Hintergrund unserer Mitglieder immer mehr ab. Kamen beispielsweise 1990 noch rd. 38 % unserer Mitglieder von Höfen auf denen der Vater im Haupterwerb Landwirt war, so sind es im Jahr 2000 nur noch rd. 26 %.

Und gerade wegen des Strukturwandels im ländlichen Raum ist es für die Junglandwirtinnen wichtig eine agrapolitische Interessensvertretung zu haben. Der Bund der Deutschen Landjugend ist das Sprachrohr der jungen LandwirtInnen und WinzerInnen, setzt sich für deren Belange und mischt aktiv in den politischen Diskussionen mit. Viele junge Landwirte und Landwirtinnen nutzen diese Plattform und diese Möglichkeit, sich zu engagieren. Sie betrachten den Verband häufiger als die übrigen Befragten als Ort und Instrument politischer Aktivität.

Die Zahl der in der Haupt- und Nebenerwerbslandwirtschaft tätigen Mitglieder im BDL ist in den letzten zehn Jahren von 7% auf 9 % gestiegen.

Die LandwirtInnen im Verband sind zu 83% älter als 21 Jahre und zu 66% älter als 25 Jahre. 21% der HaupterwerbslandwirtInnen sind weiblich. Die Zahl der Landwirtinnen ist damit im Vergleich zu 1990 zwar gestiegen (1990 waren es lediglich 7%), im Kontext zum Gesamtverband hebt sich diese Gruppe aber sowohl in der Alters, als auch in der Geschlechterverteilung deutlich ab.

Im Gegensatz zu 1990 und den Studien in den Jahren davor, gibt es keine großen Unterschiede mehr bei den Schulabschlüssen zwischen den HE-LandwirtInnen und den übrigen Befragten. Einzig auffällig ist, dass fast ein Drittel der LandwirtInnen einen Fachschulabschluss haben, während das bei den übrigen Mitgliedern nur ca. ein Fünftel ausmacht.

Die befragten HauperwerbslandwirtInnen haben zu 97 % eine Berufsausbildung abgeschlossen (die fehlenden 3% gaben an, sich noch in der Ausbildung zu befinden) und mit knapp 40 % deutlich häufiger eine Meisterprüfung abgelegt als alle anderen Befragten (7%) und sich seltener mit einer Gesellen- bzw. Gehilfenprüfung begnügt.

Deutlich höher im Vergleich zu allen Befragten ist die Zufriedenheit mit ihrem Beruf. 93,5% der LandwirtInnen gaben an, in ihren Traumberuf zu arbeiten. 87% würden diesen Beruf wieder wählen.

Tendenziell beurteilen die LandwirtInnen des Verbandes die Zukunft der Landjugend positiver. Sie sind auch länger in der Landjugendgruppe als die anderen Befragten.

Allerdings sind sie im Vergleich zu allen Befragten tendenziell weniger in Funktionen der Landjugendgruppe zu finden.

Die Unterschiede zwischen den LandwirtInnen und allen anderen Landjugendlichen bei der tatsächlichen oder der gewollten Vertretung der Landjugendgruppe in Gremien oder bei anderen Organisationen sind gering, sieht man einmal vom Bauernverband und den Arbeitskreisen Agrarpolitik ab.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass es, mal abgesehen vom Alter und der Geschlechterverteilung, keine riesengroße Unterschiede gibt zwischen den HaupterwerbslandwirtInnen und den übrigen Befragten.