Positionen Weinbau
Grundsatzpapier zur Zukunft des Deutschen WeinbausBerlin, November 2007
Die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Weinbaus ist für den BDL von großer Bedeutung. Dieser Wirtschaftszweig bedeutet Zukunftschancen für viele junge Menschen, die in den ländlichen Regionen Deutschlands leben und arbeiten möchten. Der BDL setzt sich für die zukünftige Sicherung des Weinbaus mit seinen angrenzenden Bereichen ein. Dazu gehören die vor- und nachgelagerten Bereiche des Weinbaus bzw. der Agrarwirtschaft ebenso wie alternative Einkommensquellen. Die Vernetzung der Akteure in und zwischen den Weinbauregionen ist hier eines der obersten Ziele.
Nachfolgend sind, nach Ansicht des BDL, die wichtigsten Anliegen für die Zukunft des Weinbaus dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die weinbauliche Produktion, auf ökonomische-, umwelt- und vermarktungsrelevante Aspekte, die öffentliche Wahrnehmung des Weinbaus und des Kulturgutes Wein sowie die Gewinnung und Förderung des Weinbaunachwuchses gelegt. ...
Grundsatzpapier zur Zukunft des Deutschen Weinbaus
Zur Reform der EU-WeinmarktordnungOrtenberg, 30. April 2006
Stellungnahme des Bundesarbeitskreises Deutschen JungwinzerInnen des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL):
Im Jahr 2006 steht die Überprüfung und Anpassung der EU-Weinmarktordung an. Aus Sicht der deutschen Jungwinzerinnen und Jungwinzer ist es sinnvoll, die vorhandenen Mittel von der EU sinnvoller und zukunftsgerichteter als bisher einzusetzen. Am Einsatz der Mittel in den vergangenen Jahren ist ersichtlich, dass zu wenig Mittel für eine sinnvolle Investition in die Zukunft eingesetzt wurden. Die Fehler der Vergangenheit, nämlich der erfolgte Mitteleinsatz für Destillationsmaßnahmen und Lagerhaltung, müssen behoben werden. Für uns als JungwinzerInnen ist es von Bedeutung, die vorhandenen Mittel zielgerichteter für die Entwicklung von jungen Betrieben einzusetzen.
Wie sollte eine zukünftige europäische Weinmarktordnung aus Sicht der deutschen JungwinzerInnen aussehen?
Generell müssen die Mittel des EU-Budgets erhalten bleiben. Die bisherige Verwendung von 2/3 der Mittel für EU-Maßnahmen (z.B. Destillation) und 1/3 für andere Maßnahmen (z.B. Umstrukturierung) muss im Verhältnis umgekehrt werden. Das bedeutet, dass es aus unserer Sicht sinnvoll ist, nur 1/3 des EU-Budgets für Maßnahmen wie Destillation und Lagerhaltungsbeihilfen einzusetzen. Dies jedoch nur unter dem Aspekt, um wirkliche soziale Krisen in einzelnen Anbaugebieten zu überbrücken. Die Situation, dass in Süd-Europa teilweise Flächen neu gepflanzt werden, um dann in der Destillation zu verschwinden, ist nicht haltbar und nach außen nicht zu vertreten.
Wir fordern eine Kürzung der Destillationsbeihilfen nach §29!
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BDL-Positionspapier zur Zulassung neuer önologischer Verfahren: Wasser zum Wein, Holzspäne statt Fass ?Trier im April 2005
Es ist nur eine Frage der Zeit, dass früher oder später auf Druck der Drittstaaten bestimmte Verfahren auch in der EU zugelassen werden müssen, um Nachteile für den Export deutscher Weine zu verhindern... Der BDL fordert, dass nur solche önologischen Verfahren akzeptiert werden dürfen, die auch im Kodex der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) durch alle Weinerzeugerländer weltweit anerkannt sind…Langfristig können wir uns nur mit einem schlüssigen „Deutsch-Wein-Konzept“ am Markt gut positionieren, welches nicht durch die Zulassung neuer önologischer Verfahren verwässert werden darf. Hierzu bedarf es einer klaren Profilierung der verschiedenen Qualitätsbegriffe, wie z.B. der Spätlese...Ziel muss es sein, dass deutsche Weine sich mit ihren typischen Geschmacksbildern von der internationalen Konkurrenz abheben, um wettbewerbsfähig am Markt bestehen zu können…
Download des PositionspapiersBDL-Position zum PflanzenschutzWürzburg im März 2003
…Dringendes Anliegen der JungwinzerInnen im BDL ist eine Vereinfachung der bisherigen Abstandsregelung zu Biotopen. Die hohe Anzahl der Abstandsregelungen wirkt kontraproduktiv. Die Vorschriften müssen sich an der Praxis orientieren und dürfen die Bewirtschaftung nicht zusätzlich erschweren. Zudem sollten die besonderen Kulturlandschaftselemente, die durch den Weinbau entstanden sind (z.B. Trockenmauern), bei der Abstandsregelung differenziert betrachtet werden.
Die JungwinzerInnen des Arbeitskreises Weinbau im BDL fordern eine Rückstandshöchstmengenregelung, die EU-weit festgeschrieben ist. Auf europäischer Ebene fixierte Höchstmengen müssen auch in Deutschland Bestand haben. Nur so kann ein einheitliches und hohes Schutzniveau für die Verbraucher in Europa realisiert werden…
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